Mittwoch, 9. März 2011
Kuna Land
Wir landeten auf einem alten Runway aus Betonplatten. Auf die Nachbarinsel „Nargana“ übergesetzt, wurden wir zu Nalies Café gebracht. Meine Zeichnungen, bezüglich Schiff, Treffpunkt, Uhrzeit und beteiligten Personen wurden von den umstehenden Personen verstanden, sodaß wir schliesslich in Ruhe unser Bier trinken konnten. Es ist die letzte dichtbesiedelte Insel auf unserem Weg weg vom Festland.
Schlussendlich sind wir später problemlos auf dem Segelschiff angekommen.

Die Grete ist ein umgebauter Krabbenkutter aus Deutschland aus dem Jahr 1937.
Der Eigner, genauso alt wie sein Schiff, lebt dort mit seiner Frau zusammen. Beide wollten vor rund sieben Jahren die Welt umsegeln und Panama scheint es Ihnen angetan zu haben, zumindest sind sie noch hier, im Land des Kunavolks.
Von Kolumbien ausgehend erstreckt sich dieses entlang der karibischen Küste fast bis Panama City. Es besteht aus ungefähr 360 palmenbewachsenen kleinen Inseln und Atollen und eines Großteils mit Bergen und Dschungel durchsetzten Festlandes. Die Kuna regieren ihr Land selbst. Panamenische Polizisten müssen nur ab einer bestimmten Ortsgröße anwesend sein. Ansonsten wird die Staatsmacht von den Kuna selbst gestellt. Es ist soweit ich weiss, das einzige freie, nach eigenen Regeln und auf angestammten Terrotorium lebende Indianervolk Amerikas.

Sylvia und ich verbrachten zwei Wochen auf dem Schiff. Wir halfen morgens bei Bootsarbeiten, schliffen, lackierten, bauten auseinander. Nachmittags hatten wir dann Zeit zum Kanufahren, schnorcheln etc. Hand gegen Koje also. Das alles bei Temperaturen um 29, 30°C; Wassertemperatur mit eingeschlossen. Während der „harten“ Arbeit konnte man ab und an ins Wasser springen, um sich zu erfrischen. Abends stellte sich manchmal ein sehr großer Barrakuda neben das Schiff, tagsüber kamen zwei oder drei Meeresschildkröten vorbei, Eagle Rays sprangen aus dem Wasser. Wir ankerten mitten im Paradies. Wurden von „Veggiebooten“, oder mit von Einheimischen frisch gefangenen großen Langusten oder Tintenfischen versorgt. Nach Feierabend sind wir ab und an mit dem Kanu zu einem Riff schnorcheln gefahren. Ammenhaie, Eagle Rays, Schildkröten, Calamare, Muränen, Langusten und Barrakudaschwärme beim schnorcheln aus nächster Nähe zu sehen ist schon beeindruckend. Seit mich aber ein recht großer Pilotfisch morgens beim Schwimmen für einen passenden Symbionten gehalten hat, kann ich nicht mehr ohne Badeshorts ins Wasser; der Schock sitzt zu tief.
Unsere Captains beschlossen nach zwei Wochen nach Porto Lindo zu fahren. Wir segelten auf diesem alten Holzschiff unter Klüver-, Fock- und Großsegel zwei Tage durch karibisches Wasser. Sogar Delfine kreuzten uns.
Für die ersten zweieinhalb Wochen war das kein schlechter Anfang.
Über die Festlandzeit schreibe ich beim nächsten Eintrag.
Hasta luego


yoga und wasserinsel

maloche

pause

langustenlieferung

es gibt besch... orte ein segelboot zu ankern

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