Sonntag, 20. März 2011
Isla Bastimentos
chg, 14:18h
Von Boquete sind Sylvia und ich weiter zur Karibikküste gefahren. Zuerst mussten wir auf die touristisch gut erschlossene Isla Colon übersetzen, bevor wir nach Isla Bastimentos mit der Creme de la Creme der lokalen Lanchafahrer gebracht wurden. Ich nehme an, dass hier einige Leute Rum zum Frühstück trinken.
Isla Bastimentos ist ein Urwaldtraum von ca. 20 x 10 km mit bis zu etwa 100 Meter über NN. Ein Großteil der Insel besteht aus einem Nationalpark sowie wiederum vorgelagerten Inseln, die zu einem anderen Nationalpark gehören. Viele Urwaldabschnitte haben noch nie eine Motorsäge gesehen. Auf der Insel gibt es einen für Touristen zugelassenen Ort. Dieser ist etwa 200m lang und besteht aus einer Straße entlang der Küste. Ich würde das Durchschnittsalter der Einwohner auf 18 Jahre schätzen. Ein zweiter Ort liegt im Dschungel und wird von Ureinwohnern bewohnt.
Schön wieder Menschen mit einer gesunden Rastamentalität zu treffen. Sylvia war „woman“ und ich „bro“, zumindest für die Männer. Menschen kommen mit einem ins Gespräch, einfach so, weil man doch eins ist, quasi „I and I“, nicht „You and I“. Ich meine sogar, eine Mango heisst Mancome. Die Rastasprache hat ihre Eigenheiten. Wir wohnten im Hostal Bastimentos.
Zu den Stränden konnte man auf Dschungelpfaden bei 20min Fußmarsch gelangen. Nach einem Regenguss steckten wir zum Teil gut 15 cm im Schlamm. Durch das dichte Grün hindurch hörte man das Meer und plötzlich standen wir am Strand. Der reine Wahnsinn wunderschöne wilde weite Karibikstrände zu sehen. Bäume die manchmal bis ins Wasser wachsen, teilweise in großen Bögen den Strand überspannen. Die ständigen Wellen an der Nordseite spülen Sand an und lassen keine Mangrovenbildung zu. Der helle Strand grenzt wie eine scharfe Linie das blautürkise Meer vom schillernden, satten Grün des Urwalds ab. Das bei gleicher Wasser und Lufttemperatur mit einer leichten, klaren Brise. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt.
Abends sind wir meist essen gegangen. Da Panama recht teuer ist, kostete mein ganzer Fisch mit Reis und Patacones im Restaurant vier Euro; das Bier höchstens einen. Wir haben es oft nicht geschafft, das Hostal tagsüber zu verlassen. Wir sind einfach zu entspannt.
Was sagte Emma nochmal?
„Eine Hängematte gehört zwischen zwei Bäume – oder in ein Guesthouse“
Sylvia und ich können uns nicht vorstellen unter den Umständen wie in Bremerhaven unser Leben weiter zu gestalten.
Unglaublich wieviel Lebensenergie man in einem schlechten Arbeitsumfeld verlieren kann!
Bedingt durch den Arbeitsaufenthalt auf der Grete habe ich eine Säge für Längs- und Querschnitte, Stecheisen, Feile, Schleifstein und Messer mit. Ich schnitze viel aus Strandgut. Werde jetzt wahrscheinlich mit Flaschenöffnern in Serie gehen. Mal schauen wie es läuft.
@Stefan aus Hannover: deine schlimmsten Befürchtungen bezüglich schlechtem Gras, Wetter, Menschen, Cocktails, Unterkunft, Meerwasser, u.a. können wir leider nicht bestätigen; wie du dem Beitrag sicherlich entnehmen kannst...
Grüße an alle aus Cartagena!
Bis demnächst
Nosotros


Isla Bastimentos ist ein Urwaldtraum von ca. 20 x 10 km mit bis zu etwa 100 Meter über NN. Ein Großteil der Insel besteht aus einem Nationalpark sowie wiederum vorgelagerten Inseln, die zu einem anderen Nationalpark gehören. Viele Urwaldabschnitte haben noch nie eine Motorsäge gesehen. Auf der Insel gibt es einen für Touristen zugelassenen Ort. Dieser ist etwa 200m lang und besteht aus einer Straße entlang der Küste. Ich würde das Durchschnittsalter der Einwohner auf 18 Jahre schätzen. Ein zweiter Ort liegt im Dschungel und wird von Ureinwohnern bewohnt.
Schön wieder Menschen mit einer gesunden Rastamentalität zu treffen. Sylvia war „woman“ und ich „bro“, zumindest für die Männer. Menschen kommen mit einem ins Gespräch, einfach so, weil man doch eins ist, quasi „I and I“, nicht „You and I“. Ich meine sogar, eine Mango heisst Mancome. Die Rastasprache hat ihre Eigenheiten. Wir wohnten im Hostal Bastimentos.
Zu den Stränden konnte man auf Dschungelpfaden bei 20min Fußmarsch gelangen. Nach einem Regenguss steckten wir zum Teil gut 15 cm im Schlamm. Durch das dichte Grün hindurch hörte man das Meer und plötzlich standen wir am Strand. Der reine Wahnsinn wunderschöne wilde weite Karibikstrände zu sehen. Bäume die manchmal bis ins Wasser wachsen, teilweise in großen Bögen den Strand überspannen. Die ständigen Wellen an der Nordseite spülen Sand an und lassen keine Mangrovenbildung zu. Der helle Strand grenzt wie eine scharfe Linie das blautürkise Meer vom schillernden, satten Grün des Urwalds ab. Das bei gleicher Wasser und Lufttemperatur mit einer leichten, klaren Brise. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt.
Abends sind wir meist essen gegangen. Da Panama recht teuer ist, kostete mein ganzer Fisch mit Reis und Patacones im Restaurant vier Euro; das Bier höchstens einen. Wir haben es oft nicht geschafft, das Hostal tagsüber zu verlassen. Wir sind einfach zu entspannt.
Was sagte Emma nochmal?
„Eine Hängematte gehört zwischen zwei Bäume – oder in ein Guesthouse“
Sylvia und ich können uns nicht vorstellen unter den Umständen wie in Bremerhaven unser Leben weiter zu gestalten.
Unglaublich wieviel Lebensenergie man in einem schlechten Arbeitsumfeld verlieren kann!
Bedingt durch den Arbeitsaufenthalt auf der Grete habe ich eine Säge für Längs- und Querschnitte, Stecheisen, Feile, Schleifstein und Messer mit. Ich schnitze viel aus Strandgut. Werde jetzt wahrscheinlich mit Flaschenöffnern in Serie gehen. Mal schauen wie es läuft.
@Stefan aus Hannover: deine schlimmsten Befürchtungen bezüglich schlechtem Gras, Wetter, Menschen, Cocktails, Unterkunft, Meerwasser, u.a. können wir leider nicht bestätigen; wie du dem Beitrag sicherlich entnehmen kannst...
Grüße an alle aus Cartagena!
Bis demnächst
Nosotros


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Montag, 14. März 2011
Landgang
chg, 18:44h
Heute morgen sind wir sehr früh mit dem Nachtbus aus einem Inselparadies gekommen.
Jetzt sitze ich hier auf einem langen Sofa im Foyer eines alten, für Kanalarbeiter errichteten Hauses in der Altstadt von Panama City. Keine Ahnung, ob das Haus für Arbeiter aus der ersten oder zweiten Generation stammt. Für mich hat es einen typischen Kolonialstil mit hohen Räumen, teils Kassettendecken, alten Bodenfliesen und Mosaik an den Wänden, die in den oberen zwei Dritteln weiß getüncht sind. Draußen mischt sich das arme Volk mit den neuen, meist zugezogenen Reichen aus Nordamerika. Casco Viejo, die Altstadt, erfährt gerade umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen.
Sylvia und ich sind seit einigen Stunden auf den Beinen. Es ist halb zehn Uhr morgens. Es ist Mitte März. Wir haben gefrühstückt und einen kleinen Rum getrunken. Gleich können wir hoch auf unser Kolonialzimmer mit Deckenventilator und eigenem Bad. Morgen fliegen wir nach Kolumbien.
Als wir uns in Puerto Lindo gegen Mitte/Ende Februar von unseren Kaptänen verabschiedet haben, sind wir erst einmal in Portobelo gelandet, der ersten großen Festung auf amerikanischen Boden, um das erbeutete Gold zwischen zu lagern, bevor es nach Europa verschifft werden konnte. In den alten steinernen, mit Kanonen bewehrten Fortanlagen ist der Rasen gepflegt, folglich wird Fußball gespielt. Eintritt muß niemand zahlen. Auffallend, wie in scheinbar jedem Zweit- oder Drittweltland, sind die vielen Kinder, die auf der Straße spielen.
Wir lernen einen verrückten Argentinier mit einem sehr netten Pub und einem leeren Haus kennen. In dem Haus wohnen wir für einige Tage. Wasser hatte er noch nicht angeschlossen, dafür aber zwei Eimer bereitgestellt. Wir wohnen nun in diesem alten Kaff. Abends um 6 Uhr spielt ein Ministrant Sambarhythmen im Glockenturm auf den Glocken, ansonsten herrscht karibische Eintracht und Gelassenheit. Hat das neue Bistro noch keine Zulassung für Alkoholausschank, verweist der freundliche Besitzer auf zwei alte Männer im Haus dahinter, die dann Bier über die Veranda verkaufen, welches man selbstverständlich auch mit ins Café nehmen kann. Wir verlassen Portobelo nach ein Paar Tagen.
Auf dem Weg nach Westen werden wir in einen Streik verwickelt. Die Ngöbe sind ein Indianervolk und kämpfen gegen den Verkauf ihres Landes an ausländische Minengesellschaften, also legen sie fast drei Tage, in der Nacht zu meinem Geburtstag, die Interamericana lahm. Auf mehreren Kilometern brennen Autoreifen, ein Urwaldriese steht in einer Schlucht auf der Straße Kopf, der Stamm ragt gut 20 Meter in den Himmel. Niemand hat ausreichend Lebensmittel mit, die Klimaanlagen bleiben aus. Ich gehe nachts durch die stehenden Trucks mit Hängematten unter den Trailern und parkenden Autos hindurch und finde schliesslich eine einsame Wellblechhütte aus der Musik schallt, eine Kneipe. Mein Geburtstag ist gerettet, Sylvia hole ich aus dem Bus ab und wir können wenigstens antoßen. Durch die Menschenmassen und Leerverkäufe in einem kilometerentfernten Supermarkt fühlen wir uns bei großer Hitze und unsicherem Ausgang des Streiks genötigt, unser Glück auf eigene Faust zu versuchen. Wir sollen uns nicht Richtung herannahender Polizei bewegen. Auf dem Weg sind wir schliesslich zu etwa acht. Eine bunte Gruppe aus Einheimischen, mit uns zwei Touristen. Wir sind eine Gruppe auf Zeit; jeder ist auf sich allein gestellt. In der Luft liegt das Gefühl der herannahenden Nacht.
Abends in Boquete, auf etwa 1100 Meter angekommen, finden wir die preisgünstigste Unterkunft (Pension Marilós) mit eigenem Bad und fliessendem Wasser, dazu noch mit einem liebenswerten Gastvater. Das erste Mal, seit mehr als drei Wochen, können wir mit fliessendem Wasser duschen, dazu ist es auch noch warm! Hier in der Höhe sind es rund 20°C. Kaffee wächst beidseits des Weges. In den Bergen treffen wir einen 59 jährigen Franzosen, der uns auf Nachfragen von seinen Reisen erzählt. Er ist jedes Jahr zwei Monate unterwegs. Er war in fast jedem Land. Seine schlechteste Reiseerfahrung jemals sind 5 Dollar, die ihm im Bus vor kurzem aus der Tasche geklaut wurden. Seine erste große Reise machte er 1972. Da ist er von Paris nach Singapur getrampt.
Was können wir bis jetzt über Panama sagen? Unsere Digitalkamera, die wir nachts in einer Kneipe vergessen hatten, wurde uns selbstverständlich nach zwei Tagen wieder gebracht. Sylvias gute Jacke wurde aus dem Bus hinterhergereicht. Wir haben bis jetzt nur nette und sehr interessante Leute getroffen.
Boquete verliessen wir Richtung Isla Bastimentos, einer noch sehr wilden Insel in der Karibik.
Dazu mehr im nächsten Blog.




Jetzt sitze ich hier auf einem langen Sofa im Foyer eines alten, für Kanalarbeiter errichteten Hauses in der Altstadt von Panama City. Keine Ahnung, ob das Haus für Arbeiter aus der ersten oder zweiten Generation stammt. Für mich hat es einen typischen Kolonialstil mit hohen Räumen, teils Kassettendecken, alten Bodenfliesen und Mosaik an den Wänden, die in den oberen zwei Dritteln weiß getüncht sind. Draußen mischt sich das arme Volk mit den neuen, meist zugezogenen Reichen aus Nordamerika. Casco Viejo, die Altstadt, erfährt gerade umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen.
Sylvia und ich sind seit einigen Stunden auf den Beinen. Es ist halb zehn Uhr morgens. Es ist Mitte März. Wir haben gefrühstückt und einen kleinen Rum getrunken. Gleich können wir hoch auf unser Kolonialzimmer mit Deckenventilator und eigenem Bad. Morgen fliegen wir nach Kolumbien.
Als wir uns in Puerto Lindo gegen Mitte/Ende Februar von unseren Kaptänen verabschiedet haben, sind wir erst einmal in Portobelo gelandet, der ersten großen Festung auf amerikanischen Boden, um das erbeutete Gold zwischen zu lagern, bevor es nach Europa verschifft werden konnte. In den alten steinernen, mit Kanonen bewehrten Fortanlagen ist der Rasen gepflegt, folglich wird Fußball gespielt. Eintritt muß niemand zahlen. Auffallend, wie in scheinbar jedem Zweit- oder Drittweltland, sind die vielen Kinder, die auf der Straße spielen.
Wir lernen einen verrückten Argentinier mit einem sehr netten Pub und einem leeren Haus kennen. In dem Haus wohnen wir für einige Tage. Wasser hatte er noch nicht angeschlossen, dafür aber zwei Eimer bereitgestellt. Wir wohnen nun in diesem alten Kaff. Abends um 6 Uhr spielt ein Ministrant Sambarhythmen im Glockenturm auf den Glocken, ansonsten herrscht karibische Eintracht und Gelassenheit. Hat das neue Bistro noch keine Zulassung für Alkoholausschank, verweist der freundliche Besitzer auf zwei alte Männer im Haus dahinter, die dann Bier über die Veranda verkaufen, welches man selbstverständlich auch mit ins Café nehmen kann. Wir verlassen Portobelo nach ein Paar Tagen.
Auf dem Weg nach Westen werden wir in einen Streik verwickelt. Die Ngöbe sind ein Indianervolk und kämpfen gegen den Verkauf ihres Landes an ausländische Minengesellschaften, also legen sie fast drei Tage, in der Nacht zu meinem Geburtstag, die Interamericana lahm. Auf mehreren Kilometern brennen Autoreifen, ein Urwaldriese steht in einer Schlucht auf der Straße Kopf, der Stamm ragt gut 20 Meter in den Himmel. Niemand hat ausreichend Lebensmittel mit, die Klimaanlagen bleiben aus. Ich gehe nachts durch die stehenden Trucks mit Hängematten unter den Trailern und parkenden Autos hindurch und finde schliesslich eine einsame Wellblechhütte aus der Musik schallt, eine Kneipe. Mein Geburtstag ist gerettet, Sylvia hole ich aus dem Bus ab und wir können wenigstens antoßen. Durch die Menschenmassen und Leerverkäufe in einem kilometerentfernten Supermarkt fühlen wir uns bei großer Hitze und unsicherem Ausgang des Streiks genötigt, unser Glück auf eigene Faust zu versuchen. Wir sollen uns nicht Richtung herannahender Polizei bewegen. Auf dem Weg sind wir schliesslich zu etwa acht. Eine bunte Gruppe aus Einheimischen, mit uns zwei Touristen. Wir sind eine Gruppe auf Zeit; jeder ist auf sich allein gestellt. In der Luft liegt das Gefühl der herannahenden Nacht.
Abends in Boquete, auf etwa 1100 Meter angekommen, finden wir die preisgünstigste Unterkunft (Pension Marilós) mit eigenem Bad und fliessendem Wasser, dazu noch mit einem liebenswerten Gastvater. Das erste Mal, seit mehr als drei Wochen, können wir mit fliessendem Wasser duschen, dazu ist es auch noch warm! Hier in der Höhe sind es rund 20°C. Kaffee wächst beidseits des Weges. In den Bergen treffen wir einen 59 jährigen Franzosen, der uns auf Nachfragen von seinen Reisen erzählt. Er ist jedes Jahr zwei Monate unterwegs. Er war in fast jedem Land. Seine schlechteste Reiseerfahrung jemals sind 5 Dollar, die ihm im Bus vor kurzem aus der Tasche geklaut wurden. Seine erste große Reise machte er 1972. Da ist er von Paris nach Singapur getrampt.
Was können wir bis jetzt über Panama sagen? Unsere Digitalkamera, die wir nachts in einer Kneipe vergessen hatten, wurde uns selbstverständlich nach zwei Tagen wieder gebracht. Sylvias gute Jacke wurde aus dem Bus hinterhergereicht. Wir haben bis jetzt nur nette und sehr interessante Leute getroffen.
Boquete verliessen wir Richtung Isla Bastimentos, einer noch sehr wilden Insel in der Karibik.
Dazu mehr im nächsten Blog.




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Mittwoch, 9. März 2011
Kuna Land
chg, 17:07h
Wir landeten auf einem alten Runway aus Betonplatten. Auf die Nachbarinsel „Nargana“ übergesetzt, wurden wir zu Nalies Café gebracht. Meine Zeichnungen, bezüglich Schiff, Treffpunkt, Uhrzeit und beteiligten Personen wurden von den umstehenden Personen verstanden, sodaß wir schliesslich in Ruhe unser Bier trinken konnten. Es ist die letzte dichtbesiedelte Insel auf unserem Weg weg vom Festland.
Schlussendlich sind wir später problemlos auf dem Segelschiff angekommen.
Die Grete ist ein umgebauter Krabbenkutter aus Deutschland aus dem Jahr 1937.
Der Eigner, genauso alt wie sein Schiff, lebt dort mit seiner Frau zusammen. Beide wollten vor rund sieben Jahren die Welt umsegeln und Panama scheint es Ihnen angetan zu haben, zumindest sind sie noch hier, im Land des Kunavolks.
Von Kolumbien ausgehend erstreckt sich dieses entlang der karibischen Küste fast bis Panama City. Es besteht aus ungefähr 360 palmenbewachsenen kleinen Inseln und Atollen und eines Großteils mit Bergen und Dschungel durchsetzten Festlandes. Die Kuna regieren ihr Land selbst. Panamenische Polizisten müssen nur ab einer bestimmten Ortsgröße anwesend sein. Ansonsten wird die Staatsmacht von den Kuna selbst gestellt. Es ist soweit ich weiss, das einzige freie, nach eigenen Regeln und auf angestammten Terrotorium lebende Indianervolk Amerikas.
Sylvia und ich verbrachten zwei Wochen auf dem Schiff. Wir halfen morgens bei Bootsarbeiten, schliffen, lackierten, bauten auseinander. Nachmittags hatten wir dann Zeit zum Kanufahren, schnorcheln etc. Hand gegen Koje also. Das alles bei Temperaturen um 29, 30°C; Wassertemperatur mit eingeschlossen. Während der „harten“ Arbeit konnte man ab und an ins Wasser springen, um sich zu erfrischen. Abends stellte sich manchmal ein sehr großer Barrakuda neben das Schiff, tagsüber kamen zwei oder drei Meeresschildkröten vorbei, Eagle Rays sprangen aus dem Wasser. Wir ankerten mitten im Paradies. Wurden von „Veggiebooten“, oder mit von Einheimischen frisch gefangenen großen Langusten oder Tintenfischen versorgt. Nach Feierabend sind wir ab und an mit dem Kanu zu einem Riff schnorcheln gefahren. Ammenhaie, Eagle Rays, Schildkröten, Calamare, Muränen, Langusten und Barrakudaschwärme beim schnorcheln aus nächster Nähe zu sehen ist schon beeindruckend. Seit mich aber ein recht großer Pilotfisch morgens beim Schwimmen für einen passenden Symbionten gehalten hat, kann ich nicht mehr ohne Badeshorts ins Wasser; der Schock sitzt zu tief.
Unsere Captains beschlossen nach zwei Wochen nach Porto Lindo zu fahren. Wir segelten auf diesem alten Holzschiff unter Klüver-, Fock- und Großsegel zwei Tage durch karibisches Wasser. Sogar Delfine kreuzten uns.
Für die ersten zweieinhalb Wochen war das kein schlechter Anfang.
Über die Festlandzeit schreibe ich beim nächsten Eintrag.
Hasta luego




Schlussendlich sind wir später problemlos auf dem Segelschiff angekommen.
Die Grete ist ein umgebauter Krabbenkutter aus Deutschland aus dem Jahr 1937.
Der Eigner, genauso alt wie sein Schiff, lebt dort mit seiner Frau zusammen. Beide wollten vor rund sieben Jahren die Welt umsegeln und Panama scheint es Ihnen angetan zu haben, zumindest sind sie noch hier, im Land des Kunavolks.
Von Kolumbien ausgehend erstreckt sich dieses entlang der karibischen Küste fast bis Panama City. Es besteht aus ungefähr 360 palmenbewachsenen kleinen Inseln und Atollen und eines Großteils mit Bergen und Dschungel durchsetzten Festlandes. Die Kuna regieren ihr Land selbst. Panamenische Polizisten müssen nur ab einer bestimmten Ortsgröße anwesend sein. Ansonsten wird die Staatsmacht von den Kuna selbst gestellt. Es ist soweit ich weiss, das einzige freie, nach eigenen Regeln und auf angestammten Terrotorium lebende Indianervolk Amerikas.
Sylvia und ich verbrachten zwei Wochen auf dem Schiff. Wir halfen morgens bei Bootsarbeiten, schliffen, lackierten, bauten auseinander. Nachmittags hatten wir dann Zeit zum Kanufahren, schnorcheln etc. Hand gegen Koje also. Das alles bei Temperaturen um 29, 30°C; Wassertemperatur mit eingeschlossen. Während der „harten“ Arbeit konnte man ab und an ins Wasser springen, um sich zu erfrischen. Abends stellte sich manchmal ein sehr großer Barrakuda neben das Schiff, tagsüber kamen zwei oder drei Meeresschildkröten vorbei, Eagle Rays sprangen aus dem Wasser. Wir ankerten mitten im Paradies. Wurden von „Veggiebooten“, oder mit von Einheimischen frisch gefangenen großen Langusten oder Tintenfischen versorgt. Nach Feierabend sind wir ab und an mit dem Kanu zu einem Riff schnorcheln gefahren. Ammenhaie, Eagle Rays, Schildkröten, Calamare, Muränen, Langusten und Barrakudaschwärme beim schnorcheln aus nächster Nähe zu sehen ist schon beeindruckend. Seit mich aber ein recht großer Pilotfisch morgens beim Schwimmen für einen passenden Symbionten gehalten hat, kann ich nicht mehr ohne Badeshorts ins Wasser; der Schock sitzt zu tief.
Unsere Captains beschlossen nach zwei Wochen nach Porto Lindo zu fahren. Wir segelten auf diesem alten Holzschiff unter Klüver-, Fock- und Großsegel zwei Tage durch karibisches Wasser. Sogar Delfine kreuzten uns.
Für die ersten zweieinhalb Wochen war das kein schlechter Anfang.
Über die Festlandzeit schreibe ich beim nächsten Eintrag.
Hasta luego




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Donnerstag, 3. März 2011
Anfang
chg, 22:38h
Hier sollten wir dann irgendwo auf einer kleinen unbewohnten Insel landen, mit einem Kanu auf eine bewohnte Insel übersetzen und dann warten, in einem Café, in der Hoffnung, dass uns wirklich der Mann mit seinem Segelboot abholt, der uns dann zu unserer drei Segelstunden entfernten Verabredung bringt, auf das Segelschiff Grete. Das alles in Kuna Yala, wo nur wenige spanisch sprechen, geschweige denn englisch. Sylvia und ich sprechen kein spanisch.
Nun, es hat geklappt. Dieser erste Eintrag hinkt vier Wochen hinterher. Weitere folgen.

Nun, es hat geklappt. Dieser erste Eintrag hinkt vier Wochen hinterher. Weitere folgen.

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